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Die große Enzyklopädie des mechanischen Rechnens

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Perry 1717


Table of contents

1 Bibliographische Daten

Daten*: Perry, Johann: Der ietzige Staat von Russland Oder ..... LEIPZIG, bey Moritz Georg Weidmann, An. 1717, 2 Bände, 452 + 512 Seiten.

Langtitel: "Der ietzige Staat von Russland Oder Moscau unter ietziger Czarischen Majestät, in sich haltend Eine Beschreibung aller dererjenigen grossen und merckwürdigen Dinge, so Ihro Czarische Majestät, so wohl was Ihre Schiffs-Rüstungen, benebst der Einrichtung Ihrer Armée und Kriegs-Staat, als auch was die Aenderung derer Unterthanen und Verbesserung Dero Landen betrifft, verrichtet; absonderlich aber dererjenigen Wercke, zu welchen der Autor selbsten gebraucht worden, samt denen Ursachen, warum er nach einem 14 jährigen Auffenthalt in Russland die Czarischen Dienste quittiret. Wobey nicht weniger auch Eine Nachricht von derer Tartarn und andern an die Oestliche und äusserste Nordliche Theile des Czarischen Gebieths gränzenden Völcker ihrer Religion und Lebens-Art mit verschiedenen andern Anmerckungen befindlich, Welchem allen noch Eine weit accurate Land-Carte von Ihro Czarischen Majestät Landen beygefüget ist, als jemals bisshero zum Vorschein gekommen."

Kurzinfo*: Frühe Erwähnung des Stschoty in einem Bericht über eine Reise nach Russland und die Beschreibung des Staates, der Wirtschaft und der Einwohner dort.

2 Weitere Informationen

Zitat aus diesem Buch mit einer Beschreibung des Stschoty und seiner Anwendung vor 1700:

Es war vorhero niemahlen eine Schul in Russland / worinnen die Arithmetique wäre gelehret worden, ja ich halte auch davor / dass nicht 20 Mann in dem gantzen Lande gewesen / welche den Gebrauch derer Ziffern gewust, sondern die Russen hatten eine andere Invention, mit Paternoster-Kügelgen oder Corallen zu rechnen, welche sie in einen Kistgen oder einer kleinen Rahm, so denenjenigen / auf welche das Frauenzimmer an theils Orten das Platt-Eissen zu stellen pfleget, fast gleich ist, an etliche, so sie nach der Ordnung zu Einsen, zu Zehenden / zu Hunderten, zu Tausenden und zu Zehn Tausenden gestellete Stücke Draht angereyhet haben; durch Hin- und Herschiebung dieser Kügelgen nun können sie allerhand Summen multipliciren und dividiren, wiewohl diese Art sehr langweilig ist / und man sich darinnen gar balde sehr starck verrechnen kan. Inzwischen wird solche doch bey allen öffentlichen Aemtern des Czarens gebraucht / ausgenommen, dass nunmehro etliche wenige mit Ziffern rechnen, und deswegen von ihren Collegen vor geschickte Leute gehalten, mithin auch mehrers estimiret werden.

(Abschrift von T. Leipälä)

Das Buch darf nicht kopiert werden. Es befindet sich aber unter folgender Adresse im Internet:

 http://digital.bibliothek.uni-halle.de/hd/content/titleinfo/631120

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Seite mit Material von T. Leipälä eröffnet von: F. Diestelkamp 18:45, 27. Okt 2012 (CEST)



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