[Accueil]

Rechnerlexikon

Die große Enzyklopädie des mechanischen Rechnens

18.210.23.15 | Identification | Aide

  DE  EN  FR  IT 
Accueil
Toutes les pages
Modifications récentes

Version imprimable
Page de discussion

Article
Image
Brevet



Pages spéciales
 Fabricants | Pfeil.gif Brevets |   Machines

Rheinmetall


Logo der Rheinmetall-Borsig-AG
Logo der Rheinmetall-Borsig-AG

Sommaire

1 Firmendaten

Vollständiger Name....: Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik
Ort, Land.............: Düsseldorf und Sömmerda, Deutschland
Gründer...............: Heinrich Ehrhardt
Gründungsdatum........: 13.04.1889
Namensänderung........: Rheinmetall-Borsig AG/SAG (ab 1936),
....................... VEB Rheinmetall Sömmerda (ab 1952)
Löschung der Firma....:
Hauptprodukte.........: Schreib- und Rechenmaschinen, Kardanwellen,
....................... Waffen- und Munitionstechnik, Fotoapparate

2 Firmengeschichte

2.1 Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik (1889 - 1935)

Anläßlich eines Staatsauftrags zur Munitionsherstellung gründet der Unternehmer Heinrich Ehrhardt aus Zella St. Blasii (dem späteren Zella-Mehlis) am 13. April 1889 die "Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik Actiengesellschaft" in Düsseldorf-Derendorf. Das Unternehmen expandierte sehr schnell und zählte ein Jahr später bereits 1400 Mitarbeiter. Ein Grund für den wirtschaftlichen Erfolg war, neben den staatlich geförderten Aufträgen, die Herstellung nahtloser Rohre nach dem "Press- und Ziehverfahren", das sich Ehrhardt 1891 patentieren ließ und auch im Firmenlogo symbolisch abgebildet ist. Am 31. März 1901 übernimmt das Unternehmen die in Konkurs gegangene Munitions- und Waffenfabrik AG in Sömmerda (Thüringen), die Nikolaus von Dreyse 1827 gründete und vor allem durch die Entwicklung des Zündnadelgewehres bekannt wurde. Auch in den nachfolgenden Jahren lag der Schwerpunkt der Produktion im Bereich Waffen- und Munitionstechnik (Rohrrücklaufgeschütze, Geschosszünder usw.) Anfang 1914 ist Rheinmetall einer der größten Hersteller millitärischer Produkte im Deutschen Reich mit ca. 8000 Mitarbeiter, und bis zum Ende des ersten Weltkriegs 1918 vergrößert sich die Belegschaft auf knapp 48000 Arbeiter und Angestellte. Nach dem Vertrag von Versailles 1919, der die Rüstungsindustrie extrem einschränkte, suchte man nach einem neuen Geschäftsfeld. Mit nur noch 1500 Beschäftigten im Werk Sömmerda entschied man sich für den Bereich Büromaschinen, in dem die technische Erfahrungen und das vorhandene feinmechanische Wissen gut verwendet werden konnten. Im Juni 1919 wurde der Ingenieur Heinrich Schweitzer eingestellt, der die erste Rheinmetall-Schreibmaschine entwarf und 1920, nach nur sieben Monaten, auf den Markt brachte. Am 13. Dezember 1920 wurde Richard Berk, der bereits Leiter der Rechenmaschinenfabrik Ludwig Spitz & Co. war, im Unternehmen angestellt. Er hatte zu jener Zeit schon zwei Patente angemeldet, DE319630 und DE319631, und seine Aufgabe war es, innerhalb von nur drei Monaten eine Rechenmaschine auf der Grundlage seiner Entwürfe zu entwickeln. Mangels Facharbeiter und fehlender Spezialwerkzeuge konnte ein Prototyp dieser Maschine, genannt Saldo, erst nach einigen Monaten Verspätung im Sommer 1921 fertiggestellt werden. Dieses Modell wurde jedoch vom Firmenvorstand abgelehnt, und man beauftragte Berk, die Mängel innerhalb der nächsten Monate zu beheben. Schließlich gelang es Berk, die Bedienung der Maschine zu vereinfachen und Probleme bei der Zehnerübertragung zu beheben (vgl. das Patent DE448462), so daß 1922 in Sömmerda die Produktion des ersten Serienmodells R IV beginnen konnte. Das Modell R(heinmetall) IV war eine Staffelwalzenmaschine mit Kurbelantrieb, die wegen der Inflation mit einer relativ großen Kapazität von 11 x 17 x 9 in den Zählwerken gebaut wurde. Nach Stückzahlen blieb die Rechenmaschineproduktion anfangs jedoch weit hinter der Schreibmaschinenproduktion zurück:

Büromaschinenproduktion (Stück)
Jahr SchreibmaschinenRechenmaschinen
1920 37 -
1921 795 -
1922 2660 45
1923 4971 40
1924 4282 150
1925 2727 350

1926 hat man Berk, ähnlich wie vier Jahre zuvor Schweitzer, aus nicht ganz geklärten Umständen aus dem Werk entlassen. Sein Nachfolger wurde August Kottmann, der die Entwicklung des Büromaschinenwerks Sömmerda bis in die 1960er Jahre entscheidend prägte. Nachdem Kottmann bereits seine Lehre von 1911 bis 1915 im Werk Sömmerda absolvierte, wurde er dort nach dem ersten Weltkrieg als Zeichner und Techniker beschäftigt. Anschließend arbeitete er in der Rechenmaschinen-Abteilung, wo er 1924 den Vorschlag unterbreitete, die Rheinmetall-Rechenmaschinen zu elektrifizieren. 1925 wurde Kottmann Chefkonstrukteur mit dem Auftrag, seine Pläne in die Tat umzusetzen, und im August 1926 konnte er seine erste Vierspeziesmaschine fertigstellen: das Modell ER IIa mit elektrischem Antrieb und automatischer Division. Diese Divisionsvorrichtung wurde im darauffolgenden Jahr auch in die Handrechenmaschinen eingebaut. 1930, auf der Kölner Herbstmesse, präsentierte das Unternehmen erstmals den von Kottman entwickelten "Superautomaten", eine Staffelwalzenmaschine mit automatischer Multiplikation und Division, die alle Arbeitsschritte nach dem Eintasten der Zahlen selbständig durchführen konnte. Das Spektrum der bei Rheinmetall hergestellten Modelle umfaßte nun bereits alle verschiedenen Typen an Vierspeziesmaschinen: Handrechenmaschinen (teils mit Divisionsvorrichtung), elektrische und halbautomatische Modelle sowie Vollautomaten. Die Konstruktionen war so gelungen, daß sie bis Ende der 1960er Jahre die Grundlage aller Rheinmetall-Rechenmaschinen bildeten und nur geringfügig abgeändert wurden. Zur Vervollständigung des Angebots hat man ab 1931 auch Addiermaschinen entwickelt und 1933 auf den Markt gebracht.

Mit den gewonnenen Erfahrungen im Schreib- und Rechenmaschinenbau war man bestrebt, diese beiden Gebiete zu vereinen. Ein erster Versuch war die Herstellung von Hollerith-Lochkartenmaschinen. Hierzu wurde 1926 Gustav Tauschek, der bereits bei IBM tätig war und einige Patente auf diesem Gebiet angemeldet hatte, in Sömmerda angestellt. Im Frühjahr 1928 gründete man in Berlin die "Rheinmetall Lochkarten GmbH" zur Vermarkung der Maschinen. Allerdings kam es nie zur Produktion. IBM übernahm alle Patente und Prototypen, und Ende 1928 wurde die Entwicklung von Lochkartenmaschinen in Sömmerda eingestellt. Ein großer Erfolg und Höhepunkt in Kottmanns Ingenieurleistung war dagegen die Entwicklung der Rheinmetall-Fakturiermaschine. Bereits 1930 unter dem Titel "Schreibende, selbsttätig multiplizierende Rechenmaschine" zum Patent angemeldet, vgl. DE503944, wurde sie erstmals 1932 auf der Leipziger Herbstmesse der Öffentlichkeit vorgestellt. Die neue Fakturiermaschine, eine Kombination aus Schreibmaschine, Rechenmaschine und Speicherwerk, hatte bereits eine Vorrichtung zur automatischen Multiplikation und zur elektromechanischen Abtastung des Speicherinhalts. Die einzelnen Werte, etwa Stückzahlen und Preise, werden dabei über die Schreibmaschinentastatur eingegeben, anschließend im Rechenwerk multipliziert bzw. im Speicherwerk abgelegt, und die Ergebnisse (Senkrecht- und Queradditionen) über die Schreibvorrichtung ausgegeben.

Neber der wieder ansteigenden Munitionsproduktion (Zünder) und den Büromaschinen war die Herstellung von Automobil-Zubehör der dritte bedeutende Wirtschaftszweig bei Rheinmetall. Insbesondere die von Fritz Faudi entwickelten Rohr-Kardanwellen und Kardangelenke brachten gute Umsätze:

Umsatz (Mark)
Jahr Autoteile Schreibmaschinen Rechenmaschinen
1926/27 356848,04 518653,84 419891,61
1927/28 1288051,27 659068,78 809328,92
1928/29 1727672,93 786345,28 1196968,54
1929/30 883418,72 917811,58 1384170,26
1930/31 423696,00 521794,00 1178163,00
1931/32 274626,00 510094,00 874987,00
1932/33 655643,86 782929,57 887542,77

2.2 Rheinmetall-Borsig AG/SAG (1936 - 1952)

Anfang 1936 enstand die "Rheinmetall-Borsig Aktiengesellschaft" aus der "Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik" und "A. Borsig Maschinenbau AG". Die Aktiengesellschaft hatte drei Werke (Düsseldorf, Berlin-Tegel und Sömmerda) mit insgesammt 50000 Angestellten.

(ausführlicher Text folgt)

Büromaschinenproduktion (Stück)
Jahr Schreib-
maschinen
Kleinschreib-
maschinen
Rechen-
maschinen
Addier-
maschinen
Fakturier-
maschinen
1933 3420 4435 1070 90 10
1934 4626 8432 2335 940 21
1935 5934 8133 3430 2680 54
1936 7413 8461 4260 4170 123
1937 9130 10247 6575 6075 178
1938 10227 10776 6455 7740 245
1939 13163 10305 5940 7935 357
1940 - - 3895 5070 296
1941 - - 2610 2879 160
1942 - - 1595 2124 130

2.3 VEB Rheinmetall Sömmerda (1952 - 1989)

Am 3. Juni 1952 wurde das Rheinmetall-Werk in Sömmerda von der sowjetischen Regierung an die DDR zurückgegeben und zum volkseigenen Betrieb erklärt. Der neue Firmenname lautete jetzt "VEB Mechanik Büromaschinenwerk Rheinmetall Sömmerda".

(ausführlicher Text folgt)

3 Rechner

siehe Kasten

4 Andere Produkte, Reklame

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Sammelprospekt von Rheinmetall-Borsig (ca. 1939)

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Agrandir

Rheinmetall-Sammelprospekt aus dem Jahr 1957

5 Wichtige Personen

5.1 Firmengründer

5.2 Konstrukteure

5.3 sonstige Personen

6 Weitere Informationen

siehe Rheinmetall Material

7 Literatur

Brevets:

  • Patent:CA292403 20.08.1929 Eichenauer, Konrad Rheinmetall Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik : Calculating machine
  • Patent:CA293012 10.09.1929 Conrad Eichenauer Rheinmetall Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik : Calculating machine
  • Patent:CA308739 17.02.1931 Eichenauer, Konrad Rheinmetall Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik : Calculating machine controlling one or more secondary machines

  Mehr...



Le droit d'auteurs autorise des citations titrées du Rechnerlexikon à condition que la référence soit mentionnée en tous les cases.